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Freier Lokalrundfunk Köln

gefördert durch:

"Verschwindenlassen" - 2015

neue Reihe: "Donde están? - gewaltsames Verschwindenlassen"
© Edith López Ovalle, Mexiko
Was bedeutet das "Verschwindenlassen" von Menschen? Hören Sie Fälle und Beispiele aus aller Welt, von Guatemala und Argentinien bis China, Eritrea und Mexiko, aus den Jahren der Diktaturen Lateinamerikas im vergangenen Jahrhundert bis heute. Hören Sie die Stimmen von Überlebenden und Angehörigen, die das Verschwinden eines geliebten Menschen nicht akzeptieren wollen und Aufklärung einfordern.
"Die Toten fordern von den Lebenden:
Behaltet alles in Erinnerung und berichtet darüber;
Damit unser Leben, indem es eine Spur hinterlässt, seinen Sinn behält."
TZVETAN TODOROV

"Afrika"

Schwerpunkt 2014 - 1. Halbjahr 2015: "Afrika"
Unser neuer thematischer Schwerpunkt ist Afrika. Wir nähern uns dem Kontinent von Nord nach Süd und kreuzen die Wege der Menschen, die als Flüchtlinge versuchen, Europa zu erreichen.
Am Beispiel unseres Projektpartners RADIO NANTO FM aus dem Norden Benins stellen wir die Arbeit eines Community Radios vor oder befassen uns mit den Problemen von Kleinbauern und Gentechnologie in West-Afrika.Wir hören einiges aus der Kolonialgeschichte Kölns oder vom Kölner Afrika-Filmfestival, und vom Umgang mit Ressourcen wie Kohle oder Coltan. Der Verein Desert Rose informiert über die Katastrophe der Entführungen auf dem Sinai. Mit FIAN Deutschland verfolgen wir einen Fall von Landgrabbing in Uganda, den die Neumann Kaffee Gruppe mit zu verantworten hat, so das Hohe Gericht in Kampala
"The single story creates stereotypes, and the problem with stereotypes is not that they are not true, but that they are incomplete. They make one story become the only story." Das sagt die nigerianische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie. Hören Sie eine Vielfalt von Stimmen aus und zu Afrika.

"Gandhi Reloaded":

Neue Reihe: "Gandhi Reloaded"
"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." (Mahatma Gandhi)
Hat uns Gandhi heute noch etwas zu sagen? - Mohandas Karamchand Gandhi führte Indien in die Unabhängigkeit. Wir alle kennen das Bild des hageren Asketen und es bleibt für immer verbunden mit der Idee des gewaltfreien Widerstands gegen das Unrecht des Kolonialismus.
Aber darüberhinaus? Welche Auswirkungen hatten Gandhis Gedanken und seine Praxis auf die weltweite Friedensbewegung und soziale Bewegungen von heute? Welche Vorstellungen hatte er für die wirtschaftliche Unabhängigkeit Indiens? Oder für die Rolle der Frauen in der indischen Gesellschaft?

Genozid:

Sonderreihe Genozid
Wie behandelt die Welt ihre Tragödien? Wie gehen wir um mit Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit?
In den vergangenen Jahrzehnten haben viele Gesellschaften den Horror des Völkermordes ertragen müssen. Die Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit schafft Erleichterung, aber die Verletzungen heilen nicht durch die Erinnerung, und noch viel weniger durch Vergessen oder Verschweigen. Das Trauma dauert an. Wir suchen Erklärungen für das Unerklärliche, wollen versuchen, das Warum zu verstehen.


"Transport DA 219" -
zur Erinnerung an die ermordeten Kinder des Kölner jüdischen Gymnasiums Jawne

Indien:

Indien
In unserer neuen Reihe "Indien in Bewegung" hören wir die Stimmen indischer Menschenrechtler und Aktivist_innen, von Biobäuerinnen und Universitätsprofessoren, von Dalits, den sogenannten "Unberührbaren", und Adivasis, den Urbewohnern.
Indien ist in Bewegung: Monatelang durchquerten Aktive der indischen Landlosenbewegung Ekta Parishad das Land. Anfang Oktober begann die letzte und wichtigste Phase, der "Jan Satyagraha 2012" - der gewaltlose Marsch für Land und Menschenrechte. 100.000 Landlose forderten von der Regierung ihr Recht auf Land ein.
Der Marsch endete in Agra, mit einem grossen Erfolg. - Unser erster Kurzbericht über zwei Protestmärsche, die im Oktober zu Ende gingen: 500 Kilometer marschierten Asylbewerber_innen, im Kampf gegen die Residenzpflicht in Deutschland, von Würzburg nach Berlin. Gleichzeitig erreichten der Marsch der Landlosen Agra.

Juárez:

Mexiko - Juárez 2011
Ciudad Juárez erlangte weltweit traurige Berühmtheit als die Stadt der Frauenmorde, des feminicidios. Heute, im Jahr 2011, ist die Gewalt umfassend geworden, sie trifft Männer, Frauen, Kinder, zahllose junge Menschen. Unter der Welle der Gewalt gehen die Frauenmorde weiter.
Seit Ende 2010 richtet sich die Gewalt auch gegen Aktivistinnen, die sich für die Aufklärung der Frauenmorde einsetzen. Anfang 2011 wurde der Leichnam der 36-jährigen Susana Chávez gefunden. Susana war seit Jahren in die lokalen Mobilisierungen zu den Frauenmorden involviert. Der weltweit bekannte Satz "Ni una Muerta más", "Nicht eine Tote mehr" stammt aus ihrer Feder.

Haiti:

HAITI - FREEDOM DOUCE
Schon vor dem Erdbeben vom Januar 2010 lag Haiti am Boden. Aus der ehemals blühenden Kolonie, errichtet auf der Ausbeutung der aus Afrika verschleppten Sklaven und der Monokultur der Zuckerplantagen, war das Armenhaus der westlichen Welt geworden
"Das befreite Haiti wurde mit einer Schlinge um den Hals geboren", so formulierte es Eduardo Galeano.

Mexiko:

Mexiko - mutige Frauen
Von den Adelitas in den Reihen der Revolution bis heute hat Mexiko viele mutige und starke Frauen, die für ihre Rechte mit Witz und Mut eintreten. In unserer Reihe stellen wir einige von ihnen vor:
Celsa, ökologische Bäuerin und Gründerin der "Mujeres Ecologistas" in Guerrero - Nacha aus Mexiko-Stadt, Zeugin des Massakers von Tlatelolco, und Montse und die übrigen Frauen aus Oaxaca, die im Sommer 2006 den Fernseh- und Radiosender besetzten und selbst sendeten.


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